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Power Pänz & Itzel-Sanatorium

Alt & Jung im Itzel-Sanatorium © Foto: Ulrike AmrehnSeit Jahren nutzen die Kindergartenkinder der Bonner Kindertagesstätte „Power Pänz“ den großen Park des Itzel-Sanatoriums, einer Einrichtung für demenzkranke Senioren, zum Spielen im Freien, denn ihre Kita verfügt nur über ein kleines Außengelände. Von Anfang an gab es bei den Ausflügen aufs Parkgelände hie und da schon kleine Begegnungen zwischen Alt und Jung. Das brachte Flinke Feder, die seit 1998 als Clown 'Charlotte' ins Sanatorium kommt, auf die Idee, den eher beiläufigen Generationenaustausch auf eine kontinuierliche Basis zu stellen. Dahinter steckte die indianische Vorstellung, dass Alt und Jung als zwei Teile eines Ganzen fest zusammengehören.

Wer hat mitgemacht: 20 Kinder der Kindertagesstätte „Power Pänz“ im Alter von 3-6 Jahren und die Senioren des Sanatoriums (insgesamt 67 alte Menschen leben in der Einrichtung).
Auftraggeber: Das gesamte Generationenprojekt mit den verschiedenen Einzelaktionen wird durch das Itzel-Sanatorium, Augustinum Wohnstifte gemeinnützige GmbH, unter Leitung von Anne Hartmann finanziert.

Der Duft- und Fühlgarten

Bei einer gemeinsamen Aktion in der Natur zeigt sich am besten, wie Kinder den Umgang mit demenzkranken alten Menschen gestalten und wie diese wiederum auf kleine StadtIndianer reagieren. Die ungezwungene Art, mit der die Kinder aus ihrem Alltag plaudern, verbunden mit dem sinnlichen „Wühlen in der Erde“ - all dies ist für die Senioren eine große Wohltat. Und die kleinen StadtIndianer kommen auch voll auf ihre Kosten. Bevor aber die gemeinsame Bepflanzung des Duft- und Fühlgartens beginnt, werden die Kinder erst einmal in einer Zeremonie zu kleinen StadtIndianern. Dazu gehört das Basteln eines eigenen Kopfschmucks und die Namenszeremonie, bei der sich jedes Kind einen StadtIndianernamen aussuchen darf und eine bunt geschmückte Namenskette erhält.
Dann geht es los: Gemeinsam bemalen Kinder und Senioren Steine zur Zierde für die beiden rollstuhlfreundlichen Blumenkübel, die im Duft- und Tastgarten stehen. 60 alte Menschen freuen sich seitdem über eine blühende Pflanzenpracht, die ihnen den Blick auf den Rhein versüsst.
Projektzeitraum: 1. Projektwoche im August 2007

„Natürliche Begegnungen“ - Wochentreffen ’Jung und Alt’
Bei den gemeinsamen Aktionen hat sich herausgestellt, dass sich beide Gruppen - die Kindergartenkinder und die alten Bewohner des Sanatoriums - gegenseitig viel zu geben haben. Einmal pro Woche kommen die Power Pänz daher für einen Vormittag zu Besuch ins Itzel-Sanatorium. Zuerst toben sie sich kräftig an der frischen Luft im Park aus. Die Alten schauen ihnen oft dabei zu und genießen die Anwesenheit der quirligen kleinen StadtIndianer. Die Kinder wiederum freuen sich, wenn sie den Alten ihre Alltagserlebnisse erzählen können und stören sich nicht daran, dass diese sich nicht alles merken können. Sie nennen ihre Demenz liebevoll „Vergessenskrankheit“ und freuen sich, wenn sie den Senioren in der gemeinsamen Liederstunde einige ihrer Quatschlieder vorsingen können. Für diese ist die ungezwungene und ungefilterte Begegnung zu den Kindern eine große Wohltat, die sich positiv auf ihr seelisches Befinden und die innere Ausgeglichenheit auswirkt.
Zeitraum: regelmäßige wöchentliche Treffen seit Sommer 2008

Blumenkübel mit „Regenbogenschlange“
Der Sommer eignet sich prima für Unternehmungen im Freien. Bei den gemeinsamen Aktionen der Power Pänz mit den Itzel-Bewohnern wird jedoch nicht nur gepflanzt. Als richtige StadtIndianer singen die Kinder mit den Senioren zur Indianertrommel und man hört sich zusammen die Geschichte von der australischen Regenbogenschlange an. Genau so eine Schlange wünschen sich Kleine und Große auch für das Blumenbeet im Garten. Also malen sie Steine bunt an und kleben diese zu einer farbenfrohen Riesenschlange auf die Blumenkübel des Duftgartens.
Zeitraum: Juni 2009